KLANGRAUMWANDLER

M. Feldman – J. Cage – Chr. Wolff – A. Pärt

Sopran: Ingala Fortagne

Kristallmusik: Pina Rücker

Piano: Markus Zugehoer

 

PROGRAMM
John Cage 4:33
Morton Feldman Intermission (1)
John Cage The wonderful widow of eighteen springs
John Cage In a Landscape
Morton Feldman Only
Morton Feldmann Intermission (6)
Christian Wolff Edges
Pina Rücker
Arvo Pärt Für Alina
Arvo Pärt My heart’s in the Highlands
John Cage 4:33

(Gesamtlänge ca. 1.10h)

Zum Programm:
Wir haben uns für diese Stücke entschieden, weil es uns möglich scheint, den Klangraum, den die Komponisten darin bereits geschaffen haben, durch die Kristallschalen im Sinne der Komposition zu erweitern. Die Schalen wirken wie ein zusätzliches Raumklang-Register, sie verwenden das vorhandene Tonmaterial und vertiefen die Klangwirkung der Komposition – sie wird im neuen Klanggewand transzendiert. Die Instrumente/ Stimme profitieren vom gemeinsamen Wirken und die Kristallklänge bekommen eine stabile Klangstruktur zur Seite. Stimme und Klavier können sich im Klang selbst neu erleben und erweitern sich in das Klangfeld der Quarzschalen. Die Mischung entsteht im fragilen Bereich der Obertöne, die in jedem Raum anders erfahren werden. Unsere Auswahl soll sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen, das die Klangflächen von Cage und Pärt der Reduziertheit von Feldman zur Seite stellt. Christian Wolffs grafische Komposition lässt uns in innere Welten gehen, in die totale Interaktion mit dem Instrument und dem Ensemble.

Markus Zugehoer studierte an der Hochschule für Musik und Theater, Leipzig sowie am CNSM de Paris Waldhorn, Klavier und Liedgestaltung. Er war
Lehrbeauftragter an der Leipziger Musikhochschule sowie an der Universität Halle und nahm 2005 einen Lehrauftrag für Liedrepertoire an der Universität der Künste Berlin an. Am Gewandhaus zu Leipzig war er als Pianist des „GewandhausKammerchor Leipzig“ unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen engagiert und wurde wiederholt als musikalischer Assistent u.a. für Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kurt Masur und Philippe Herreweghe eingeladen. Seine Konzerttätigkeit führte ihn u.a. durch Deutschland, Frankreich, Spanien, die Schweiz, Nordamerika und Indien (im Auftrag des Goethe Institutes). Weiterhin wurden Rundfunk- und CD- Aufnahmen mit Markus Zugehör produziert (BR, mdr, MDG, TALANTON records). Weiterhin arbeitet er für Umculo/Capefestival als Coach, seit 2016 Zusammenarbeit mit dem Opernstudio der Staatsoper Berlin.
Pina Bettina Rücker erforscht als Klangkünstlerin seit fast 10 Jahren die Einsatzmöglichkeiten der Kristallschalen als Musikinstrument. Auftritte mit
Musikern verschiedener Genre führten u.a. zu Festivaleinladungen wie dem „moviementos“, dem „mdr- musiksommer“ oder auch zu den „Stelzenfestenspielen bei Reuth“. In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Gesine Adler (Sopran), Hayden Chisholm (sax) oder aktuell Gert Anklam (sax) sind inzwischen sechs CD- Produktionen mit ihren Klängen veröffentlicht. Die Quarz-Glas-Schalen werden hergestellt, um darin Siliziumkristalle für die Halbleiterindustrie zu züchten. Pina Rücker hat es sich zur Aufgabe gemacht, die faszinierenden Klänge einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. http://www.kosmosklang.de

Ingala Fortagne studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn- Bartholdy“ in Leipzig und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Engagements führten sie u.a. ans Schauspielhaus Leipzig, Hebbeltheater Berlin, Landestheater Eisenach, an das Theater an der Wien, zum ECLAT Festival/„Musik der Jahrhunderte“ in Stuttgart, zu den Opernfestspielen
Heidenheim. Sie hat sich als Spezialistin für außergewöhnliche Theaterprojekte entwickelt, in denen sie gleichermaßen als Sängerin und Schauspielerin agiert. Dazu gehören viele Uraufführungen und freie Improvisation. Seit 2013 ist sie Ensemblemitglied der “Schlüterwerke”, das totale Musiktheater von Markus Kupferblum in Wien. Ihre neueste Produktion: Mondsüchtig hatte November 2017 in Wien Premiere.

nächstes Konzert:

20.12. 2017 Paul-Lincke-Ufer 30, 10999 Berlin Somatische Akademie