Über mich

© Wladimir Fried

 

Meine Leidenschaft zu singen…

Mit acht Jahren, im Gewandhauskinderchor, begann ich zu spüren, was es bedeutet, singend sich auszudrücken. Im Kinderchor, auf der Bühne der Oper Leipzig entdeckte ich meine Leidenschaft zu spielen, sodaß ich mich neben dem klassischen Gesangstudium an der Hochschule „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ für Musik und Theater und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar auch als Schauspielerin ausbilden ließ.

Die Verbindung von Gesang und Schauspiel 

In Leipzig, am Ende des ersten Studienjahres, warteten wir nicht auf den szenischen Unterricht ab dem 3. Studienjahr, sondern organisierten uns selbst eine Operninszenierung. Prof. Peter Hermann komponierte uns zum Einakter „Der Streit“ von Marivaux eine Oper auf den Leib und Uwe Wand, damaliger Oberspielleiter der Oper Leipzig, setzte die Oper in Szene.

Nach meinem Studium suchte ich neben der Erarbeitung eines Repertoires an Sopranpartien in Oratorien  und verschiedenen Liederabenden, die mich bis nach Russland führten, vorallem die Bühne. Die ersten Erfahrungen bekam ich am Leipziger Schauspielhaus in Tanzttheaterinszenierungen unter Irina Pauls oder in Sommertheaterkomödien von Volker Insel, wo ich als Sängerin und Schauspielerin gefordert war.

Die Begegnung mit dem Regisseur Markus Kupferblum  in Wien eröffneten mir ideale Bedingungen mich als Sängerin und Schauspielerin gleichermaßen in den Inszenierungen des Ensembles Schlüterwerke einzubringen.

 Ich spielte und sang  u.a. auch in Musiktheaterprojekten am Hebbeltheater Berlin, im Landestheater Eisenach, am Theater an der Wien, im Dschungel Wien, im Theaterhaus Stuttgart.

 Neue Musik und Improvisation

Während des Studiums besuchte ich Kurse bei Thomas Reuter und Rike Kohlhepp, die mich die Liebe zur freien Improvisation entdecken ließen. Mit Rike Kohlhepp und Andreas Krennerich spielte ich einige Jahre im Trio Fortagne. Siegfried Thiele komponierte für uns einen Liederzyklus. 

Neben der Oper „Der Streit“ von Peter Herrmann sang ich in weiteren Uraufführungen wie z.B. in „Wahr.Haft.Ich“ von Wolfgang Florey beim ECLAT Festival in Stuttgart  oder in „Premiere“ von Tristan Schulze am Theater an der Wien. Ein Höhepunkt war die komplett improvisierte Oper „Zwerg Nase“ im Dschungel Wien.

Für mich ist es ein Geschenk, mit lebenden Komponisten gemeinsam ihre Musik erarbeiten zu dürfen, ihre Klangsprache zu ergründen, die Frage zu stellen: „Wie kommt der Komponist zu diesem musikalischen Ausdruck?“ Mein gesamtes Repertoire, inbesondere die Beschäftigung mit Alter Musik, empfinde ich als Weg und Unterstützung, die heutige Klangsprache zu verstehen.